Ernaehrungslexikon

Fachbegriffe der Ernährung - von A bis Z

Body Mass Index, E-Nummern und Folsäure - wenn Sie nicht sicher sind, was sich hinter diesen und anderen Fachbegriffen der Ernährung verbirgt, werfen Sie doch einfach einen Blick ins Lexikon.

  • Vegane Kost/ Veganer

    Menschen, die sich ausschließlich von pflanzlichen Lebensmitteln ernähren, werden Veganer genannt. Sie lehnen jeglichen Verzehr von Lebensmitteln tierischer Herkunft ab. Sie verzehren beispielsweise kein Fleisch, keinen Käse, keine Eier und keinen Honig. Bei einer rein pflanzlichen Kost muss der Speiseplan gewissenhaft zusammengestellt werden, um einem Mangel an Nährstoffen entgegenzuwirken. Insbesondere auf die ausreichende Zufuhr von Eisen, Zink und Calcium, Vitamin B12 und Vitamin D muss geachtet werden. Notfalls muss der Bedarf über Nahrungsergänzungsmittel gedeckt werden. Für Kinder ist diese Ernährungsform keinesfalls geeignet.

  • Vegetarismus

    Wer aus ethischen, ökologischen oder politischen Gründen kein Fleisch isst, ist Vegetarier. Experten unterscheiden drei Formen des Vegetarismus: Die liberalste ist der Ovo-lacto-Vegetarismus. Seine Anhänger verzichten zwar auf Fleisch, aber nicht auf Milch und Eier. Lacto-Vegetarier essen zwar keine Eier, bauen aber Milch und Milchprodukte zusätzlich zur Pflanzenkost in ihren Speiseplan mit ein. Das strenge Ernährungsregime der Veganer sieht ausschließlich Lebensmittel pflanzlicher Herkunft vor. Diese werden häufig als Rohkost gegessen. Bei einer streng veganen Ernährung sind umfassende Informationen über Lebensmittel und Ernährung erforderlich um eine ausreichende Nährstoffversorgung zu gewährleisten. Für Kinder ist eine vegane Ernährungsform nicht geeignet.

  • Vitamine

    Vitamine sind wichtige Nährstoffe. Schon in kleinsten Mengen sorgen sie dafür, dass sämtliche Abläufe in unseren Zellen und Organen reibungslos funktionieren. Fehlen dem Körper wichtige Vitamine über längere Zeit, wird der Mensch krank. Vitamine unterscheiden sich in ihrer Löslichkeit. Zu den fettlöslichen zählen Vitamin A, D, E und K. Diese kann der Organismus über längere Zeit im Fettgewebe speichern. Die B-Vitamine und Vitamin C sind wasserlöslich. Bei einer abwechslungsreichen und ausgewogenen Ernährung besteht keine Gefahr der Unterversorgung.

  • Vollwertkost

    Im Mittelpunkt dieser Ernährungsform steht die Forderung des Ernährungsforschers Werner Kollath (1892-1970) ´Lasst unsere Nahrung so natürlich wie möglich´ und ein davon abgeleitetes System sogenannter Wertstufen. Rohes ist demnach wertvoller als erhitzte oder gekochte Lebensmittel. Fleisch und Fisch soll man in kleinen Mengen nur ein- oder zweimal pro Woche essen. Anstelle von Zucker verwenden Vollwertanhänger Naturprodukte wie Honig, Ahornsirup oder Früchte zum Süßen.

  • Waist-Hip-Ratio

    Ob ein Mensch viel Depotfett besitzt oder ob er mager ist, darüber gibt die Waage keine Auskunft. So wiegen drahtige Sportler mit kräftigen Muskeln oft mehr als gleich große Bewegungsmuffel mit rundem Bauch. Wichtiger als die Anzahl der Kilos ist es, wo das Fett sitzt. Bei Menschen mit Polstern rund um die Leibesmitte (Apfelform, androide Adipositas), zeigen sich oft ungünstige Cholesterin-, Blutzucker- und Blutdruckwerte, allesamt Alarmzeichen für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Rundlichkeit an Oberschenkeln, Gesäß und Hüften, also ausgeprägte weibliche Figuren (Birnenform), tun der Gesundheit dagegen kaum Abbruch. Wer wissen möchte, wie es mit seinem persönlichen Risiko steht, kann einfach zum Maßband greifen und seinen Taillen-Hüfte-Quotienten (Waist-Hip-Ratio, kurz WHR) ermitteln. Messen Sie Ihren Taillenumfang in Höhe des Nabels und den Körperumfang an der stärksten Stelle des Pos. Dann ´Taille´ durch ´Po´ teilen.

    Das bedeutet Ihr Ergebnis:

    Ihr Taillen-Hüft-Verhältnis liegt unter 0,8:
    Damit sind Sie eine klassische Vertreterin des ´Birnen-Typs´. Ihre Taille geht fließend in eine wohl gerundete und weibliche Hüfte über.

    Ihr Taillen-Hüft-Verhältnis beträgt 0,8:
    Sie sind weder der klassische ´Birnen-Typ´ noch der charakteristische ´Apfel-Typ´, sondern vereinbaren in Ihrer Figur die Vorzüge beider Typen: eine wohlgeformte Hüfte und eine weniger starke Taille ergänzen sich wunderbar!

    Ihr Taillen-Hüft-Verhältnis liegt über 0,8:
    Damit fallen Sie in die Kategorie ´Apfel-Typ´. Ihre typischen Merkmale: eine weniger ausgeprägte Taille und eine schmalere Hüfte.

    Ihr Taillen-Hüft-Verhältnis liegt unter 1,0:
    Sie sind ein typischer Vertreter der Birnen-Fraktion.

    Ihr Taillen-Hüft-Verhältnis beträgt 1,0:
    Mit Ihrem Wert lassen Sie sich weder als Apfel noch als Birne bezeichnen. Sie kombinieren mit Ihrer Figur Merkmale von beiden Typen.

    Ihr Taillen-Hüft-Verhältnis liegt über 1,0:
    Mit diesem Wert gehören Sie eindeutig zu den Äpfeln.

  • Wohlfühlgewicht

    Das ganz persönliche Idealgewicht lässt sich nicht in Tabellen ablesen oder mit Formeln errechnen. Es ist eine subjektive Größe, die meistens nahe beim Normalgewicht liegt und mit vernünftiger Ernährung ohne große Kalorienzählerei zu halten ist. Es ist das Gewicht, mit dem Sie sich schön, gesund und leistungsfähig fühlen.

  • Zöliakie

    Zöliakie verursacht Veränderungen an der Schleimhaut im Verdauungstrakt. Ursache ist eine Unverträglichkeit gegen Gluten, einen sonst harmlosen Bestandteil des Getreides. Menschen mit dieser Veranlagung sind nicht in der Lage, Getreidesorten wie Roggen, Gerste, Weizen, Hafer, Dinkel und Grünkern zu verdauuen. Die bis heute einzige Möglichkeit, den Kranken zu helfen, besteht in einer streng glutenfreien Diät.

  • Zuckeraustauschstoffe

    Zuckeraustauschstoffe gehören wie die Süßstoffe zu den Süßungsmitteln. Sie haben einen geringen oder gar keinen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel und werden insulinunabhängig im Körper verarbeitet. Daher werden Zuckeraustauschstoffe vor allem zur Herstellung von diätetischen Lebensmitteln genutzt. Im Gegensatz zu Süßstoffen liefern sie Energie für Diabetiker. Sie besitzen eine ähnliche Süßkraft wie Zucker. In größeren Mengen können sie abführend wirken.
    Die wichtigsten Zuckeraustauschstoffe sind Sorbit und Mannit.

    Fruchtzucker ist eine Zuckerart, die ebenfalls insulinunabhängig aufgenommen wird und deshalb vor allem in Diabetiker-Lebensmitteln eingesetzt wird.

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