Fertigsuppen, die Geschichte machen
Die Geschichte von Knorr beginnt 1838 mit der Gründung eines "Specerei-Waarengeschäfts" durch Carl Heinrich Knorr in Heilbronn. Knorr ist ein Pionier der Branche, denn er bietet erstmals lose Lebensmittel verpackt und gebrauchsfertig an: Unter der Schutzmarke "Bienenkorb" sind das beispielsweise gewürzte Mehle mit Gemüsezusätzen, Vorläufer der Fertigsuppen.
Eine Legende: die Erbswurst
Ab 1875 beginnen Knorrs Söhne, das Unternehmen zu einer Suppenfabrik auszubauen. Fünf Jahre später kommt die Patentsparsuppe Victoria auf den Markt. 1889 folgt die legendäre Erbswurst, die wegen ihrer Transportfähigkeit und einfachen Zubereitung sehr geschätzt wird und schon bald einen festen Platz im Gepäck von Expeditionsreisenden hat.
Suppen in 40 Geschmacksrichtungen
Bereits 1900 bietet Knorr seine Fertigsuppen in 40 Geschmacksrichtungen an. Das Unternehmen ist mittlerweile zur Aktiengesellschaft geworden und beschäftigt über 800 Mitarbeiter. 1911 ist Knorr sogar stolzer Eigentümer der größten Makkaroni-Fabrik außerhalb Italiens, doch der Schwerpunkt des Unternehmens liegt weiterhin auf der Suppenherstellung.
Qualität statt Quantität
Nach dem Wiederaufbau der im Krieg teilweise zerstörten Produktionsanlagen wird das Knorr-Sortiment an die veränderten Ernährungsgewohnheiten angepasst: Qualität statt Quantität ist jetzt gefragt und die Rezepturen werden dementsprechend verfeinert. 1962 wird in Heilbronn das Institut für Forschung und Entwicklung gegründet, 1967 das Kochzentrum.
Ende der fünfziger Jahre fusioniert Knorr mit der Maizena Gesellschaft mbH, die 1998 in den Bestfoods Konzern umfirmiert. Im Herbst 2000 wird Bestfoods von der englisch-niederländischen Konsumgüterfirma Unilever übernommen.